Sinnstiftung ist Führungsaufgabe

Warum Egon dann doch nicht ausgecheckt hat

Egon war kurz vorm Check Out.‘ Ehrliche Worte seiner Chefin. Wir reden nämlich darüber, wie sie Egon ‚umdrehen’ konnte und er dann doch nicht selbst ausgecheckt hat. Wir reden über das abstrakte Thema ‚Sinnstiftung‘ und wie Frau Nowak, also Egons Chefin, es dann doch geschafft hat. Denn Egon ist ein Talent und Talente sind wertvoll wie Edelsteine. Da passt man eben drauf auf. Ganz klar.

Also. Da ist dieses kleine Büro mitten in der kleinen Stadt südlich einer großen Stadt. Egon ist Webdesigner und mag seinen Job … eigentlich eh im Großen und Ganzen. Doch in letzter Zeit fühlt er sich ausgelaugt und uninspiriert. Jeden Tag immer dasselbe. Warum er das macht, was er macht? Keine Ahnung. Natürlich sieht man es Egon an.

Da kommt Frau Nowak mit einer neuen Aufgabe ins Büro. Ein lokales Kinderheim benötigte Hilfe bei der Gestaltung einer Webseite, um mehr Spenden und Freiwillige zu gewinnen. Frau Nowak sucht Freiwillige für dieses Projekt. Oje.

Aber Egon empfindet da etwas und meldet sich sofort. Er trifft sich mit den Kindern und Mitarbeiter:innen des Kinderheimes, hört sich ihre Geschichten an. Diese Begegnungen berühren ihn tief und geben ihm eine neue Perspektive.

Und schon während der Arbeit an dem Projekt merkt Egon, wie seine Kreativität zurückkehrt. Seine Webseite erzählt die Geschichten der Kinder und betont die Dringlichkeit und Wichtigkeit von Unterstützung.

Die Freude und Dankbarkeit der Kinder und Mitarbeiter:innen erfüllen Egons Herz mit Stolz und Zufriedenheit. Er erkennt, dass seine Arbeit einen echten Unterschied macht. Egon erkennt, dass er mit seinen Fähigkeiten anderen echt helfen kann.

Egon sucht nun bewusst nach Projekten, die nicht nur beruflich, sondern auch persönlich erfüllend sind. Er findet Sinn und Motivation in der Vorstellung, dass seine Arbeit nicht nur professionell, sondern auch von echter Bedeutung für andere sein kann.

Tja, und Frau Nowak beobachtet begeistert Egons Verwandlung. Und sie ist auch selbst ganz aus dem Häuschen. Denn Egons Verwandlung zeigt ihr die immense Kraft ihrer eigenen sinnstiftenden Arbeit. Und jetzt weiß auch Frau Nowak wieder, warum sie macht was sie macht.

Was lernt Frau Nowak da gerade? Wir haben hier eine unglaubliche Chance: Wenn wir unseren Talenten Aufgaben anvertrauen, die nicht nur wirtschaftlich, sondern auch menschlich bedeutsam sind, schaffen wir eine Kultur, die weit über unsere Mauern hinauswirkt.

Frau Nowak initiiert seitdem das Programm “Herzensthema”. Ihre Talente dürfen nun selbst Projekte vorschlagen, die ihnen am Herzen liegen. Das Unternehmen unterstützt diese Initiativen finanziell und durch Freiwilligenarbeit. Und schon die nächste Initiative fördert lokale Künstler, deren Werke in öffentlichen Einrichtungen ausgestellt werden. Nun organisiert es Egons Kollegin Julia. Sie ist überglücklich dabei.

Und es geht genauso weiter und weiter. Der Sinn treibt aus wie ein Keimling. Frau Nowaks Talente finden nun neue Erfüllung und Motivation in dem, was sie tun.

Frau Nowak ist also eine wirkungsvolle Führungskraft. Sie integriert Inspiration und Sinnstiftung in ihr Geschäftsmodell. Das Unternehmen blüht auf, die Mitarbeiter:innen sind engagierter als je zuvor, und die Gemeinschaft profitiert.

Frau Nowak steht symbolisch für Führungskräfte, die den Wert der Menschlichkeit in den Mittelpunkt stellen. Frau Nowak ist eine von vielen Führungskräften, die sich über ‚Sinnstiftung am Arbeitsplatz’ den Kopf zerbrechen. Warum machen sie das? Weil sie ihre Talente sonst verlieren und nur schwer neue finden.

Auf meine konkrete Frage im Rahmen meiner Umfrage in DACH ‚Der Auftrag oder Zweck meines Unternehmens gibt mir das Gefühl, dass meine Arbeit wichtig ist.‘ haben nur 27% mit einem klarem JA geantwortet. In anderen Worten: 2 von 3 Mitarbeiter:innen fehlt also der Sinn bei der Arbeit. Na, wenn das kein Auftrag ist?

Sinnstiftung ist Führungsaufgabe. Wie ist das mit Ihren Talenten?

Zurück
Zurück

Resilienz am Arbeitsplatz ist Führungsaufgabe

Weiter
Weiter

Erwartungsklarheit ist Führungsaufgabe: Warum klare Erwartungen keine Option, sondern Pflicht sind.