Der Alte hätte Nein gesagt
Dieses Buch ist mehr als nur eine Geschichte – es ist eine Reise.
Eine Reise, die dich tief in die Geheimnisse und Herausforderungen moderner Führung eintauchen lässt. Eine Reise, die dich befähigt, als Führungskraft aus verschiedensten Persönlichkeiten ein kraftvolles, dynamisches Team zu formen.
Die Idee zu diesem Buch kam mir während meiner eigenen Reise als Führungskraft und Führungscoach. In unzähligen Momenten habe ich die immense Stärke erlebt, die aus Teams entsteht, die verschiedene Generationen, Hintergründe und Perspektiven vereinen. Doch genauso oft war ich Zeuge der Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Und genau dort, in dieser Spannung zwischen Innovation und Reibung, entsteht die wahre Magie der Führung.
Letztendlich hat mich aber erst ein besonderer Moment dazu gebracht, dieses Buch zu schreiben. Während eines meiner Führungskräftetrainings fragte ich eine bereits sehr erfahrene Teilnehmerin, wie sie ihre bisher beste Führungskraft beschreiben würde. Sie malte mir das Bild einer Führungspersönlichkeit, die durch Ruhe, Zuversicht, Sinnstiftung und – am allerwichtigsten – durch Menschlichkeit und Wertschätzung in ihrem Gedächtnis noch über Jahrzehnte verankert war. Auch nach all den Jahren erinnerte sie sich klar an seinen Namen. Wolfgang. Ihm ist dieses Buch gewidmet, denn er ist mein ganz persönliches „Einhorn“ der Führung – einzigartig und inspirierend.
In „Der Alte hätte Nein gesagt – 15 Vibes für Positives Leadership“ begegnen dir die echten Herausforderungen, mit denen moderne Führungskräfte heute tagtäglich konfrontiert sind. Unterschiedliche Arbeitsstile, Kommunikationswege und Erwartungen können eine Quelle ungeahnter Kreativität sein, aber genauso gut Spannungen entfachen. Doch genau darin liegt das Potenzial, Großes zu schaffen.
Lucy, die Protagonistin, steht stellvertretend für uns alle. Ihre Reise in die Führungsrolle einer ländlichen Gärtnerei ist nicht nur ihre Geschichte, es ist auch meine – und vielleicht auch deine. Sie zeigt uns, dass Führung nicht bedeutet, perfekt zu sein. Es geht darum, zu lernen, zu wachsen und immer wieder aufzustehen.
Warum habe ich als Ort der Handlung eine Gärtnerei gewählt? Genau wie die Pflanzen in einer Gärtnerei brauchen auch Menschen individuelle Pflege und Aufmerksamkeit, um zu gedeihen. Führung ist kein starres Konzept – sie ist lebendig, sie wächst, sie blüht, wenn wir uns auf die Einzigartigkeit jedes Einzelnen einlassen.
Was hat es mit dem Titel „Der Alte hätte Nein gesagt“ auf sich? Junge Führungskräfte ticken anders als die alten. Insbesondere die Vertreterinnen und Vertreter der Generation Z, die heute schon in Führungsrollen eintauchen, kollidieren oft noch immer mit den Wertevorstellungen und Führungsideen der Generationen Y und X – ganz zu schweigen von denen der Babyboomer. Und deshalb habe ich mit Herrn Nowatzki, dem Alt-Eigentümer der Gärtnerei, eine Art „altes Gewissen“ installiert. Er soll uns an jene Führungskräfte erinnern, die durch vertikale Strukturen und autoritäres Führungsverhalten die Führungsvergangenheit besetzen.
Lucy arbeitet mit natürlichen Führungstools – sie nutzt das, was ihr zur Verfügung steht, und entwickelt sich dabei stetig weiter. Sie verkörpert eine Führungspersönlichkeit, die nicht nur ihre Mitarbeitenden führt, sondern auch an sich selbst arbeitet. Ihr wird im Laufe ihrer Reise bewusst, dass sie „die Summe ihrer Mitarbeitenden“ ist – ihre Führung spiegelt das Potenzial ihres Teams wider. Indem sie täglich Tagebuch führt und ganz bewusst reflektiert, erkennt sie die Bedeutung von Selbstreflexion und ihrer eigenen kontinuierlichen Weiterentwicklung. Sie zeigt uns, dass Führung eine Reise ist, die nie aufhört.
Dabei verzichte ich bewusst auf leere Floskeln, barocke Blähformeln und nicht anwendbare Theorien. In dieser Geschichte geht es nicht um abstrakte Konzepte, sondern um die Realität – um konkrete, oft einfache Methoden, die helfen, komplexe Herausforderungen zu bewältigen.
Ich selbst habe auf meinem Weg als Führungskraft viele Fehler gemacht – und genau aus diesen Fehlern habe ich gelernt. Dieses Buch richtet sich an Menschen, die menschenorientiert führen wollen, die Wert auf echte Wertschätzung und Menschlichkeit legen. Es ist nicht für diejenigen gedacht, die nach der nächsten großen Führungstheorie suchen. Führung ist hier keine trockene Wissenschaft, sondern gelebte Praxis, die Herz und Verstand verbindet.
„Hard-Work-Hard-Play“-Befürwortende werden mit diesem Buch wohl keine emotionale Befriedigung erlangen. Vielmehr besteht die Gefahr, dass es sie dazu anregt, das eigene Führungsverhalten zu überdenken. Dieses Buch ist eine Einladung, Führung neu zu definieren – auf der Grundlage von Respekt, Menschlichkeit und dem tiefen Glauben an das Potenzial jedes Einzelnen im Team.
Die „15 Vibes für Positives Leadership“
sind mehr als nur Theorie. Sie sind lebendige, bewährte Prinzipien, die dich auf deiner eigenen Führungsreise unterstützen werden.
Sie sind das Fundament eines Teams, das stark, harmonisch und zielstrebig ist. Der Grundgedanke, der mich in der Führungsarbeit stets begleitet ist „Die Führungskraft ist die Summe ihrer Mitarbeitenden.“
Möge dieses Buch dich dazu ermutigen, mit offenem Geist und offenem Herzen die Herausforderungen der modernen Führung anzunehmen. Lass dich von Lucys Reise inspirieren. Finde deine eigenen „Vibes“ und entdecke, wie du dein Team zu neuen Höhen führst.