Nicht überall wo du reinpasst, gehörst du auch hin.

Eine Vorständin meinte, dass sie sich mit der neu eingestellten Führungskraft ‚nicht ganz wohl fühlte‘.

Soll vorkommen, dass man Unsicherheit nach Personalentscheidungen empfindet.

‚Wissen Sie, da funkt es nicht. Es passt nicht. Da ist der Wurm drin‘. Kündigung.

Ich finde es gut konsequent zu handeln und Mut zur Lücke zu haben. Und gleichzeitig ist’s ein Learning für die nächste Besetzung, wenn man sich vorher genau überlegt, welches Führungsprofil da überhaupt eingestellt werden soll.

Mir ist schon klar, dass die echten Talente heute rar wie Edelsteine sind und dann Personallücken halbherzig geschlossen werden. Aber die, die es wirklich ernst meinen, um die passenden Führungskräfte ins Unternehmen zu holen, die vermeiden:

1. Fehlende Wertekompatibilität: Auch wenn Führungskräfte sich oberflächlich betrachtet in eine bestimmte Organisation integrieren wollen, kann es sein, dass deren persönlichen Werte, Überzeugungen oder Ziele nicht mit jenen der Organisation übereinstimmen. In solchen Fällen wird’s schwierig, sich wirklich zugehörig zu fühlen, da die Werte und Überzeugungen im Widerspruch zu denen der Gruppe stehen. Die Vermittlung von eigenen Ideen wird holprig.

2. Mangelnde Fähigkeiten: Selbst wenn Führungskräfte formale Anforderungen erfüllen, können fehlende Fähigkeiten ein Erfolgshindernis sein. Es ist wichtig, die erforderlichen Kompetenzen für die bestimmte Aufgabe zu besitzen, um effektiv arbeiten und sich erfolgreich einbringen zu können. Positionale Autorität ist kein Asset zur Erreichung von Zielen.

3. Kulturelle Unterschiede: Jede Organisation hat ihre eigene Kultur, bestehend aus ungeschriebenen Regeln, Verhaltensweisen und Kommunikationsstilen. Wenn neue Führungskräfte ihre eigenen kulturellen Präferenzen nicht in die Organisation einbringen können, sind Schwierigkeiten bei Integration und Zugehörigkeit vorprogrammiert.

4. Mangelnde Konnektivität: Wenn neue Führungskräfte keine persönliche, soziale oder emotionale Bindung mit Mitarbeiter:innen herstellen wollen, bleibt die neue Führungskraft isoliert.

Es ist wichtig, klare Erwartungen zu formen in Hinblick auf die einzustellende Persönlichkeit und diese Erwartung auch klar im Sourcingprozess zu artikulieren. Sonst wird’s womöglich teuer.

Und es ist wohl auch eine ‚Haltungsgröße’ für Führungskräfte. Die sollten ehrlich zu sich selbst sein und erkennen, wenn sie nicht am richtigen Platz sind. Dann ist es sinnvoll, nach anderen Jobs zu suchen, die besser zu den eigenen Werten und Fähigkeiten passen, um dort wirklich erfolgreich zu sein.

Zurück
Zurück

Ziel: Gänsehaut

Weiter
Weiter

Was wollen diese coolen Mindestleister? Über den großen Irrtum der Alten in Bezug auf die Jungen und deren fehlenden Zukunftsoptimismus